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Tetraplegie Hilfsmittel für Betroffene verbessern die Mobilität

Menschen, die von einer Tetraplegie (Lähmung beider Arme und Beine)  betroffen sind, benötigen im Alltag spezielle Hilfsmittel. Diese verbessern die Mobilität und sorgen dafür, dass Betroffene eigenständiger ihr Leben bestreiten können.

Wir möchten Sie an dieser Stelle kurz in das Thema Tetraplegie einführen und Ihnen verschiedene Hilfsmittel hierzu aufzeigen.

Was ist Tetraplegie?

Der Begriff Tetraplegie stammt aus dem Griechischen und bedeutet „vier“ und „Lähmung“. Diese betrifft die Beine und Arme gleichermaßen. Sie stellt zudem einen Unterschied zur Paraplegie dar, die ausschließlich die unteren Extremitäten betrifft.

Auslöser können ein Unfall Entzündungen, Infektionen oder eine genetisch bedingte Erkrankung sein.

Wie wirkt sich Tetraplegie auf das Leben der Betroffenen aus?

Die Tetraplegie kann sowohl komplett als auch teilweise erfolgen. Letzteres bedeutet, dass Menschen nur in bestimmten Bereichen der 4 Extremitäten von Lähmungen und dem Verlust der Sensibilität betroffen sind, es handelt sich dann von einer sog. Tetraparese. Bei einer kompletten Tetraplegie ist dies anders. Hier findet eine komplette Lähmung statt, die mitunter auch die Atemmuskulatur betrifft. Die genaue Spezifizierung der gelähmten Bereiche hat daher auch Auswirkungen auf die Pflegemaßnahmen bei einer Tetraplegie. Gleiches gilt für die Hilfsmittel.

Welche Hilfsmittel stehen bei Tetraplegie zur Verfügung?

Menschen, die teilweise oder komplett von der Tetraplegie / Tetraparese betroffen sind, benötigen im Alltag verschiedene Hilfsmittel. Hierzu zählt unter anderem der Rollstuhl. Darüber hinaus bieten wir verschiedene Hilfsmittel fürs Bad und den Alltag an. Gute Beispiele sind der Duschtoilettenstuhl, eine Patientenlifter oder eine Aufstehhilfe.

Welche Rollstühle gibt es für Tetraplegie-Patienten?

Die Hilfsmittel für Tetraplegie-Betroffene verhelfen trotz der fehlenden oder eingeschränkten Mobilität zu einem gewissen Maß an Eigenständigkeit. Betroffene gehen ihrer Arbeit nach, Unternehmen in ihrer Freizeit Ausflüge oder treffen sich im Restaurant mit ihren Freunden.

Der Rollstuhl ist für Tetraplegiker deshalb auch das wichtigste Fortbewegungsmittel und in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Gute Beispiele sind:

  • Multifunktions-Rollstuhl
  • Leichtgewichts-Rollstuhl
  • Aktiv-Rollstuhl
  • Elektro-Rollstuhl

Bis auf den Elektro-Rollstuhl setzen alle anderen Varianten voraus, dass der Tetraplegiker das Gerät mit Armen und Händen selbst manuell bewegen kann. Allerdings ist dies bei Tetraplegie-Betroffenen eher selten der Fall. Alternativ hierzu wird der Rollstuhl von einer anderen Person geschoben.

Mit dem Elektro-Rollstuhl sind Tetraplegie-Patienten deutlich selbstbestimmter unterwegs. Dieser Modelltyp verfügt über einen Batterieantrieb, der den Rollstuhl in Bewegung setzt. Er erleichtert Menschen das Vorankommen, wenn die Kraft in den Armen oder der Hand im Speziellen nicht ausreicht. Die Steuerung findet über einen Schalt- und Lenkhebel statt. Der Joystick lässt sich mit nur wenig Kraft betätigen. Denn Rest übernimmt der Rollstuhl selbst.

Bei besonders schweren Tetraplegie-Erkrankungen fällt sogar die Handsteuerung via Joystick schwer. Spezielle Modelle verfügen deshalb über eine Steuereinheit in der Höhe des Kinns oder auch eine Augensteuerung. Hierbei ist die Erprobung besonders wichtig, um die verschiedenen Bedienungsmodule testen zu können, um das für den Betroffenen sinnvollste herauszusuchen.

Wie bei allen Rollstuhl-Varianten kommt es auch bei der elektrischen Variante darauf an, dass das Gefährt zum jeweiligen Grad der Tetraplegie und den individuellen Eigenschaften der Person passt. So ist es unter anderem sehr wichtig, dass der Rollstuhl über eine sogenannte Kantelung verfügt. Hierbei handelt es sich um eine Verstellmöglichkeit des Sitz- und Rückenwinkels.

Mit der elektrischen Antriebshilfe wird ein manuell betriebener Rollstuhl zur E-Variante. Das praktische Zubehör entlastet Tetraplegie-Betroffene und Personen, die den Rollstuhl schieben, gleichermaßen. Ein großer Vorteil bei dieser Antriebshilfe besteht darin, dass sie jederzeit zu- und abbaubar ist.

Eine intensive Beratung und das Ausprobieren von verschiedenen Rollstühlen sind die Grundvoraussetzung dafür, dass Sie ein passendes Modell finden. Ganz unabhängig davon, ob Sie einen Multifunktionsstuhl oder eine E-Variante benötigen.

Wie gestalten sich die Kosten für Hilfsmittel bei Tetraplegie

Gesetzliche Kranken- und Pflegekassen haben einen Hilfsmittelkatalog erstellt. Darin sind alle Hilfsmittel enthalten, bei denen eine Kostenübernahme möglich ist. Auf den ersten Blick wirkt das Hilfsmittelverzeichnis recht unübersichtlich. Dies liegt unter anderem daran, dass die Hilfsmittel nicht nach Erkrankungen, sondern nach Produktgruppen und Anwendungssorten sortiert sind. Falls Sie nach Hilfsmitteln für die Mobilität suchen, finden Sie diese in der Produktkategorie 22. Dusch- und Pflegehilfen sind hingegen der Kategorie 4 zugeordnet.

Gut zu wissen: Nicht jedes Hilfsmittel ist im Katalog aufgeführt. Dennoch gibt es Möglichkeiten, dass für ein von Ihnen favorisiertes Tetraplegie-Hilfsmittel dennoch die Kosten übernommen werden. Die ärztliche Anordnung spielt hierbei eine wichtige Rolle.

Nutzen Sie unser Angebot im Bereich Mobilität bei Tetraplegie

Ein eigenständiges Leben trotz Tetraplegie setzt voraus, dass Sie mobil sind und bleiben. Das Sanitätshaus M+L hat sich auf den Bereich Mobilität spezialisiert. Kunden aus Ochtrup und Umgebung (zum Beispiel Greven, Münster oder Rheine) finden bei uns den perfekten Ansprechpartner, wenn es um die Themen Mobilität, Pflege und Eigenständigkeit bei Tetraplegie geht. Wir haben verschiedene Elektro-Rollstühle und Pflegehilfsmittel parat. Kontaktieren Sie uns und lassen Sie sich von unseren Experten in allen Detailfragen beraten. Wenn Sie es wünschen, kommen wir direkt zu Ihnen nach Hause und begutachten dabei auch, welche Rollstühle und Pflegehilfsmittel für Sie daheim in Frage kommen. Nehmen Sie jetzt unverbindlich Kontakt auf!

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Mühelos unterwegs mit Elektromobilen

Schlaganfall – mit den richtigen Hilfsmitteln zurück ins Leben

Jährlich erleiden mehr als 270.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Bestimmte Vorerkrankungen und Risikofaktoren begünstigen den Schlaganfall. Hierzu gehören unter anderem Bluthochdruck, Vorhofflimmern und Übergewicht. Betroffene, die einen Schlaganfall erleiden sind danach oftmals für einen gewissen Zeitraum oder dauerhaft in ihrem Leben eingeschränkt. Sie benötigen Pflege und menschliche beziehungsweise technische Unterstützung im Alltag. Die Intensität der Schädigung und damit auch der Einschränkung kann sehr unterschiedlich ausfallen. Dies hat ebenfalls Einfluss auf die Wahl der Hilfsmittel, die für Schlaganfall-Betroffene zur Verfügung stehen.

Wir möchten Ihnen an dieser Stelle verschiedene Hilfsmittel vorstellen, die Betroffenen dabei helfen, den Weg zurück ins Leben zu finden.

Was sind die Folgen eines Schlaganfalls?

Die Auswirkungen auf die Gesundheit und damit das Leben der Betroffenen ist je nach Schweregrad recht unterschiedlich. Darüber hinaus ist der Schlaganfall an sich keine Erkrankung, die eine einheitliche Struktur aufweist. Zu den beiden bekanntesten Varianten gehören Hirninfarkt und Hirnblutung. Zu den häufigsten physischen beziehungsweise neurologischen Folgen gehören die partielle oder ganzheitliche Lähmung, Sprach- und Schluckstörungen. Zudem können psychische Folgen wie Depression nach einer Erkrankung nicht ausgeschlossen werden. Umso wichtiger ist es, Hilfsmittel zu nutzen, die die Folgen des Schlaganfalls auffangen und den Alltag verbessern. Die Erhaltung der Mobilität spielt sowohl körperlich als auch seelisch eine sehr wichtige Rolle.

Wie sieht der Heilungsprozess beim Schlaganfall aus?

Die Genesung erfolgt beim Schlaganfall in mehreren Phasen. Sie beginnt mit der Akutbehandlung, die unter anderem die Diagnose und die schnelle Akutversorgung beinhaltet. In dieser Phase kommt es darauf an, dass schnell gehandelt wird. Bei Symptomen, die auf einen Schlaganfall hindeuten, muss daher der Rettungsdienst informiert werden. Die Behandlung erfolgt stationär mitunter auf speziellen Stationen.

Nach der Akutversorgung findet die Rehabilitation statt. Je nach Schwergrad des Schlaganfalls und der bestehenden Einschränkung erfolgt die Reha stationär oder ambulant. In dieser Phase machen sich die Betroffenen auch mit den Hilfsmitteln vertraut, die ihnen den Alltag erleichtern sollen.

Ist dieser Prozess ebenfalls abgeschlossen, kehren die Schlaganfall-Betroffenen in ihren Alltag zurück. Dieser sieht nun aber oftmals anders aus als vor der Erkrankung. Hier kommt es neben der medizinischen Versorgung vor allem auf die zur Verfügung stehenden Hilfsmittel und die Anpassung der Wohnräume an.

Welche Hilfsmittel für Schlaganfallpatienten gibt es?

Oberstes Ziel von Hilfsmitteln nach einem Schlaganfall ist es, den Heilungsprozess zu fördern und den Alltag mit den bestehenden Beschränkungen zu bewältigen. Die Auswahl der Hilfsmittel hängt dabei entscheidend vom jeweiligen Krankheitsgrad ab. Sie erfolgt zudem nach Anordnung der Ärzte. Viele Kliniken arbeiten eng mit den Sanitätshäusern zusammen.

Nach dem stationären Aufenthalt und der Reha erfolgt die weitere Behandlung meistens durch Ihren Haus- oder Facharzt. Dieser übernimmt ebenfalls die Verordnung der Hilfsmittel.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass Sie selbst aktiv werden und sich über die bestehenden Hilfsmittel im Sanitätshaus erkundigen. Wir stehen Ihnen und Ihren Angehörigen für eine intensive Beratung zur Verfügung. Sprechen Sie uns daher gezielt an.

Bei jedem dritten Schlaganfall-Betroffenen bleiben leichte oder mittelschwere Einschränkungen erhalten. Ein gutes Beispiel ist die minimierte Gehfähigkeit. Hilfsmittel unterstützen diese Menschen dabei, die Auswirkungen abzumildern und vor allem die Mobilität in einem bestimmten Maß aufrecht zu erhalten. Gute Beispiele hierfür sind:

  • Rollstuhl
  • Rollatoren
  • Orthesen
  • praktische Alltagshelfer

Wer übernimmt die Kosten für Hilfsmittel nach einem Schlaganfall?

Im Hilfsmittelkatalog für Schlagfälle (Hilfsmittelverzeichnis) seitens der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen finden Sie alle Hilfsmittel, deren Kosten von den Institutionen übernommen werden. Der Hilfsmittelkatalog ist allerdings nicht nach Erkrankungen, sondern nach Produktgruppen und Anwendungsorten unterteilt. In der Produktgruppe 22 finden Sie zum Beispiel verschiedenste Mobilitätshilfen. Anwendungsorte sind unter anderem Ganzkörper, häuslicher Bereich, Außenbereich und Straßenverkehr.

Wichtig: Falls Sie ein bestimmtes Hilfsmittel im Verzeichnis nicht finden, besteht trotzdem die Möglichkeit einer Kostenübernahme. Hierfür ist allerdings die Anordnung Ihres Arztes notwendig. In solchen Fällen entscheidet der Kostenträger einzeln, ob er die Finanzierung hierfür übernimmt.

Welche Vorteile hat ein elektrischer Rollstuhl gegenüber einem manuell betriebenen

Rollstühle für Schlaganfallpatienten sind erforderlich, wenn durch die Erkrankung partielle und ganzheitliche Lähmungen hervorgerufen werden. Die Auswahl an Rollstühlen ist mittlerweile sehr groß und vielseitig. Dies hat den Vorteil, dass deutlich besser auf die individuellen Umstände und Beeinträchtigungen reagiert werden kann. Zu den bekanntesten Rollstuhl-Varianten gehören:

  • Standard-Rollstuhl
  • Multifunktionsrollstuhl
  • Aktiv-Rollstuhl
  • Elektro-Rollstuhl

Der Elektro-Rollstuhl bietet gegenüber denjenigen Modelltypen, die Sie manuell antreiben müssen, einige Vorteile. Gerade für Betroffene, die im Alltag größere Strecken zurücklegen möchten, erweist sich der Elektro-Rollstuhl als besonders praktisch. Er erweitert die eigene Reichweite und ermöglicht damit auch ein eigenständigeres Leben nach dem Schlaganfall.

Elektro-Rollstühle gibt es in diversen Ausführungen. Dies sehen Sie auch an unserem Angebot im Onlineshop. Unterschiede bestehen unter anderem in der Höchstgeschwindigkeit. Gute Beispiele sind die Elektromobile Ochtrup und Gronau. Während das Modell Ochtrup eine Höchstgeschwindigkeit von 12 km/h bietet, sind es bei Gronau 15 km/h. Darüber hinaus weisen die Elektromobile eine differenzierte Reichweite auf. Der elektrische Münsterland-Scooter für Senioren erreicht 25 bis 30 km. Aufgrund der leistungsstärkeren Batterie (2 x 12 V 36 Ah) schafft das Modell Steinfurt unter Testbedingungen rund 57 km.

Sämtliche Elektromobile bieten eine umfangreiche Ausstattung und Komfort. Sie weisen alle notwendigen Sicherheitsmerkmale auf, die Sie für die Nutzung in der Öffentlichkeit benötigen.

Lassen Sie sich beraten und finden Sie mit der mobilen Unterstützung zurück ins Leben

Das Sanitätshaus M+L mit Sitz in Ochtrup hat sich auf die Unterstützung von Hilfsmitteln nach Erkrankungen spezialisiert, die die Mobilität verbessern sollen. Hierzu zählen unter anderem die Elektromobile. Vom Elektrorollstuhl bis hin zum Handbike finden bei uns Schlaganfall-Betroffene diverse Möglichkeiten, trotz der Erkrankung weiterhin mobil zu bleiben. Darüber hinaus verfügen wir über eine Fachwerkstatt vor Ort.

Nutzen Sie die Möglichkeit, sich von unseren Experten intensiv beraten zu lassen. Wir kommen zu Ihnen in einem Umkreis von 80 Kilometern von Ochtrup aus nach Haus und stellen Ihnen verschiedene Mobilitätsvarianten detailliert vor. Nehmen Sie jetzt unverbindlich Kontakt auf!

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Elektro Scooter für Menschen mit Behinderung

Muskeldystrophie Hilfsmittel – mehr Mobilität & Eigenständigkeit im Alltag

Menschen, die an einer Muskeldystrophie erkrankt sind, verlieren auf Dauer ihre Muskelkraft. Muskeldystrophie schränkt die Bewegungsfreiheit und damit auch die Mobilität kontinuierlich weiter ein. Verschiedene Hilfsmittel sorgen dafür, dass Betroffene dennoch mehr Lebensqualität im Alltag erhalten.

An dieser Stelle möchten wir Ihnen die Ursachen und Folgen der Muskeldystrophie genauer vorstellen. Darüber hinaus erklären wir, welche Hilfsmittel bei Muskeldystrophie insbesondere im Bereich Mobilität zur Verfügung stehen.

Was ist eine Muskeldystrophie?

Die Muskeldystrophie entsteht durch eine Mutation des Erbgutes. Sie zählt daher zu den sogenannten Erbkrankheiten. Der Gendefekt führt dazu, dass bestimmte für die Muskeln notwendige Eiweiße in einem zu geringen Maße vorhanden sind. Diese sorgen im Körper für den Muskelstoffwechsel. Generell zählt die Muskeldystrophie zu den seltenen Erkrankungen. Die führt Laufe der Zeit zu einem irreversiblen Muskelschwund.

Die Klassifikation der Erkrankung erfolgt nach ICD-10. Es gibt verschiedene Arten von Muskeldystrophien, die ebenfalls klassifiziert sind. Ein Obergriff hierfür ist progressive Muskeldystrophie. Zu den bekanntesten Beispielen gehören sicherlich:

  • Fazioskapulohumerale Muskeldystrophie (häufigste Form)
  • Duchenne-Muskeldystrophie (schwerste Form)
  • Emery-Dreifuss-Dystrophie
  • Gliedergürtel-Muskeldystrophien

Wie verläuft die Muskeldystrophie?

Die Krankheit ist bislang nicht heilbar und endet tödlich. Zum wichtigsten Ziel der Muskeldystrophie-Behandlung gehört es, die Lebensqualität so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. Eine Verlangsamung kann zudem durch verschiedene Medikamente erreicht werden.

Aufgrund der Vielzahl an Muskeldystrophie-Arten ist ein exakt definierter Krankheitsverlauf nur im begrenzten Maß möglich. Darüber hinaus verläuft die Erkrankung unterschiedlich schnell. Zunächst haben die Betroffenen Probleme, Bewegungen genau und kraftvoll auszuführen. Die ersten Symptome können sowohl im Kindesalter auftreten als auch zu einem späteren Zeitpunkt. Insbesondere bei der Duchenne – Muskeldystrophie sind bereits Symptome im Alter von zwei bis fünf Jahren erkennbar.

Die Erkrankung betrifft meistens nur die Muskeln. Wichtige Körperfunktionen wie die Verdauung werden oftmals nicht beeinträchtigt. Gleiches gilt für die mentalen Fähigkeiten. Einige Muskeldystrophie-Varianten wirken direkt auf die Herzmuskulatur ein. Dies betreffen unter anderem die Duchenne oder Becker-Muskeldystrophie.

Im weiteren Krankheitsverlauf schwindet die Muskelkraft zusehends. Sobald Erkrankte kaum oder gar nicht mehr eigenständig Bewegungen ausführen können, kommt es unter Umständen zu Begleiterkrankungen. Ein gutes Beispiel ist Dekubitus. Zudem besteht die Gefahr einer Wirbelsäulenverbiegung. Auch vor der Atemmuskulatur macht die Erkrankung keinen Halt. Die Lebenserwartung wird dadurch gesenkt.

Welche Hilfsmittel unterstützen Betroffene bei ihrer Muskeldystrophie?

Menschen, die an Muskeldystrophie erkrankt sind, benötigen im Krankheitsverlauf Unterstützung. Neben der personellen Pflege kommt es je nach Krankheitsstadium auch auf die Wahl der passenden Hilfsmittel bei Muskeldystrophie an. Hierzu zählen mitunter Hilfsmittel, wie Duschstuhl oder ein Aufstehlifter. Gehilfen bei Muskeldystrophie unterstützen Betroffene im Alltag ebenfalls. Ein Rollator verschafft mehr Stabilität beim Gehen und schützt auch für eventuellen Stürzen. Für mehr Eigenständigkeit sorgt zudem die Anziehhilfe. Gleiches gilt für Ess- und Greifhilfen bei nachlassender Muskelkraft.

Rollstühle für Muskeldystrophie – welche Varianten eignen sich hier besonders?

Der Rollstuhl stellen bei Muskeldystrophie eine wichtige Alltagshilfe dar, die dem Betroffenen mehr Mobilität ermöglicht. Allerdings ist aufgrund der Vielzahl an Muskeldystrophie-Varianten, der Ausprägung und dem Krankheitsverlauf nicht jeder Rollstuhl für einen Betroffenen gleichermaßen geeignet. Vielmehr kommt es darauf an, den passenden Rollstuhl zu finden. Kinder benötigen unter Umständen andere Rollstühle als Erwachsene. Darüber hinaus steht die Frage im Raum, wann ein manueller Rollstuhl geeignet ist und wann ein elektrischer.

  • Manuelle Rollstühle sind in verschiedenen Varianten verfügbar. Gute Beispiele sind der Multifunktionsrollstuhl, Leichtgewichtrollstuhl oder Aktivrollstuhl. Bei allen Modellen müssen Muskeldystrophie-Erkrankte den Rollstuhl mit eigener Energie fortbewegen. Hilfe kann hier der Anbau eines sog. Restkraftverstärkers sein.  Alternativ dazu kann der Rollstuhl von einer anderen Person geschoben werden oder mit Hilfe einer Brems- und Schiebehilfe für die Begleitperson ausgestattet werden. Manuelle Rollstühle sollten sich in verschiedenen Bereichen verstellen lassen. Dies gilt unter anderem für den Rücken- Sitz- oder Beinwinkel.
  • Stehrollstühle haben einen entscheidenden Vorteil. Sie ermöglichen trotz fehlender Kraft eine aufrechte Position des gesamten Körpers. Gleichzeitig wird dieser durch bestimmte Haltevorrichtungen durch den Rollstuhl gestützt. Rollstühle, in denen Betroffene stehen können, haben unter anderem einen positiven Einfluss auf die Atmung und verschiedene andere Körperfunktionen. Ein weiteres Beispiel ist der Verdauungstrakt. Darüber hinaus verringert der Stehrollstuhl die Druckbelastung vor allem im Gesäßbereich. Neben rein körperlichen Aspekten hat die Rollstuhlvariante auch eine seelische Komponente. Betroffene erhalten durch das Stehen ein besseres Körpergefühl. Erwachsene können auf Augenhöhe mit anderen kommunizieren.
  • Elektrische Rollstühle sind mit einem Batterieantrieb versehen. Sie ermöglichen eine unabhängige Mobilität, da Betroffene keine weitere Person zum Schieben des Rollstuhls benötigen. Elektrorollstühle eignen sich für Personen, deren Muskeldystrophie zum erheblichen Kraftverlust in den Armen führt. Sie steuern das Gefährt via Joystick lediglich mit der Hand. Sollte dafür die Kraft nicht mehr ausreichen, kann der Rollstuhl auch mit dem Kinn geführt werden. Eine entsprechende Apparatur ist in Höhe des Gesichts angebracht.
  • Elektromobile sorgen für höhere Reichweiten. Personen können, wenn sie dazu in der Lage sind, eigene Einkäufe erledigen oder eigenständig Unternehmungen durchführen. Im Gegensatz zum Elektrorollstuhl sind diese Gefährte mit vier Rädern ausgestattet. In unserem Onlineshop finden Sie verschiedene Modelle. Hierzu zählen unter anderem das Elektromobil Steinfurt und das Elektromobil Gronau. Da die E-Mobile auch für den Betrieb in der Öffentlichkeit zugelassen sind, weisen sie die dafür notwendigen Sicherheitsmerkmale auf. Unsere Experten beraten Sie gerne, inwieweit ein Elektromobil für Sie als Muskeldystrophie-Betroffener in Frage kommt.

Wir beraten Sie beim Thema Rollstuhl und Muskeldystrophie auch vor Ort

Als Sanitätshaus haben wir uns auf die Unterstützung Ihrer Mobilität bei verschiedensten Erkrankungen spezialisiert. Deshalb haben wir auch Rollstühle in diversen Ausführungen parat. Hierzu zählen unter anderem Lagerungs- und Stehrollstühle oder Elektromobile. Beratung steht für uns an erster Stelle. Falls es Ihnen nicht möglich ist, unser Geschäft Ochtrup aufzusuchen, kommen wir in einem von 80 Kilometern auch zu Ihnen nach Hause ins Emsland oder Münsterland. Nehmen Sie jetzt unverbindlich Kontakt auf!

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MS Hilfsmittel Greven & Ochtrup

Multiple Sklerose Hilfsmittel: Eigenständigkeit & Mobilität im Alltag erhalten

Die Diagnose Multiple Sklerose hat einen großen Einfluss auf den Alltag des Betroffenen. Zwar wurden in den letzten Jahren enorme medizinische Fortschritte erzielt, dennoch bleibt Multiple Sklerose bislang noch unheilbar. Umso wichtiger ist es, dass Menschen mit Multiple Sklerose über einen langen Zeitraum hinweg eigenständig und aktiv bleiben. Das betrifft vor allem die Beweglichkeit und Mobilität.

An dieser Stelle möchten wir Ihnen die Krankheit Multiple Sklerose genauer vorstellen. Im Mittelpunkt stehen zudem verschiedene Multiple Sklerose Hilfsmittel. Hierzu zählen auch diverse Rollstuhl-Varianten.

Was ist Multiple Sklerose?

Bei Multiple Sklerose handelt es sich um eine Erkrankung des zentralen Nervensystems. Häufig wird Multiple Sklerose nur mit MS abgekürzt. Multiple Sklerose weist einen chronischen und entzündlichen Krankheitsverlauf auf. Das Immunsystem der Betroffenen zerstört die für die Impulsweiterleitung wichtigen Nervenfasern. Betroffen sind hiervon Rückenmark und Gehirn.

Für Menschen, die an MS erkrankt sind, schränkt sich die eigene Mobilität im Laufe der Zeit ein. Zwar handelt es sich bei Multiple Sklerose um eine unheilbare Erkrankung, die allerdings nicht zwangsläufig tödlich endet. Im Gegensatz zu anderen Erkrankungen, die die Bewegungsfreiheit einschränken, greift MS nicht die Muskeln an oder baut diese ab.

Wie verläuft Multiple Sklerose?

Multiple Sklerose wird auch die Krankheit mit den 1000 Gesichtern genannt. Dies liegt vor allem daran, dass es verschiedene MS Arten gibt. Zu den bekanntesten Varianten gehören:

  • PPMS: Primär progrediente Multiple Sklerose
  • RRMS: Schubförmig remittierende Multiple Sklerose
  • SPMS: Sekundär progrediente Multiple Sklerose

Bei vielen Menschen (rund 85% aller Betroffenen) tritt MS oftmals phasenweise auf. Nach dem Ende eines Schubs, indem sich der Zustand des Multiple Sklerose Patienten deutlich verschlechtert, folgt die Rückbildung der Symptome. Die Dauer des Schubs ist von Menschen zu Menschen unterschiedlich. Er kann einige Tage oder Wochen, aber auch mehrere Monate andauern. Die sich wiederholende Genesung ist bei rund 2/3 der MS-Betroffenen nicht über Jahrzehnte hinweg beobachtbar. Vielmehr entwickelt diese Gruppe nach rund 15 bis 20 Jahren die SPMS. Die MS-Symptome treten nun deutlicher und dauerhafter hervor.

Eine besonders intensive und auch aggressive Form der Multiple Sklerose stellt PPMS dar. Davon sind rund 15 % aller MS-Patienten betroffen. Es gibt kaum oder gar keine Schübe. Gleiches gilt für die Rückkehr in den normalen Modus. Vielmehr verschlechtert sich der Zustand des Erkrankten zusehends.

Die ersten, vor allem leichteren Symptome treten im Alter zwischen 20 und 40 Jahren auf. Hierzu zählen unter anderem Taubheitsgefühle in Fingern, Armen und Beinen. Auch ein leichtes bis starkes Prickeln kann als MS-Symptom gewertet werden. Darüber hinaus haben viele Betroffene Probleme beim Sehen. Durch Multiple Sklerose gibt es zudem Schwierigkeiten mit dem Gleichgewicht.

Im weiteren Verlauf der Erkrankung treten Lähmungen am ganzen Körper auf. Multiple Sklerose nimmt zudem Einfluss auf das Sprechen und das Verdauungssystem. In den letzten Jahren gab es enorme Fortschritte, was die Behandlung von MS angeht. Die Gefahr, sein Leben fast ausschließlich im Rollstuhl zu verbringen, ist durch die individuelle Behandlung oftmals gebannt.

Für Multiple Sklerose Betroffene und deren allgemeinen Gesundheitszustand ist ein aktives Leben mit viel Bewegung sehr wichtig. Hierzu zählen unter anderem diverse Sportarten wie Schwimmen oder Walking. Die regelmäßige Krankengymnastik trainiert das durch die MS beeinträchtigte Gleichgewicht. Zudem fördert sie die Beweglichkeit.

Welche Hilfsmittel gibt für Multiple Sklerose Betroffene?

Neben der individuell angepassten Medikation spielen Hilfsmittel im Alltag von Multiple Sklerose Betroffenen eine wichtige Rolle. Diese kommen je nach Erkrankungsgrad und Zustand des MS-Patienten zum Einsatz. Hierzu zählen unter anderem:

  • Pflegehilfsmittel
  • Alltagshilfen
  • Rollstühle
  • Treppenlifte
  • Elektromobile

Während eines Schubs sind Betroffene zeitweise auf eine Gehhilfe oder den Rollstuhl angewiesen. Hierfür eignen sich unter anderem leichte und gut transportierbare Rollstühle. Diese können zum Beispiel schnell im Auto verstaut werden. Falls das Aufstehen aus dem Rollstuhl Probleme bereitet, bietet eine spezielle Aufstehhilfe Unterstützung.

Für Menschen, die unter der schweren Form PPMS leiden, ist der Rollstuhl oftmals unerlässlich. Doch welche Variante ist hierfür geeignet? Stehen die Arme nicht mehr für den eigenständigen Antrieb zur Verfügung, sollte über einen elektrischen Rollstuhl nachgedacht werden. Diesen bewegen MS-Erkrankte via Joystick mit einer Hand. Falls auch dies Probleme bereitet, kann der E-Rollstuhl mit dem Kinn gesteuert werden. Die dafür notwendige Apparatur ist in der Höhe des Gesichts angebracht. Der elektrische Rollstuhl hat den Vorteil, dass MS-Betroffene nicht auf die Hilfe einer anderen Person angewiesen sind, die den Rollstuhl schieben muss. Dies erhöht die Eigenständigkeit erheblich.

Elektromobil für MS-Betroffene – lohnt sich das?

Das Elektromobil bringt Menschen zügig von A nach B. Die Reichweite dieser E-Mobile ist dabei beeindruckend. In unserem Onlineshop finden Sie Modelle, die unter Testbedingungen mehr als 55 km Reichweite besitzen. Hierzu zählen unter anderem die Elektromobile Steinfurt und Gronau. Im Gegensatz zu einem elektrischen Rollstuhl verfügt das E-Mobil über vier Reifen und einen Lenker. Der Sitz dieser Geräte ist äußerst komfortabel.

Da die Mobile auch in der Öffentlichkeit genutzt werden können, besitzen die fahrbaren Untersätze alle notwendigen Sicherheitsmerkmale. MS-Betroffene, die schubweise oder dauerhaft in Ihrer Bewegung eingeschränkt sind beziehungsweise nur kürzere Strecken bewältigen können, erhalten mit einem solchen E-Mobil sehr viel Eigenständigkeit und Mobilität zurück.

Unsere Mobilitäts-Experten beraten Sie auch zu Hause!

Sie möchten mehr über die verschiedenen Rollstuhl-Varianten bei Multiple Sklerose erfahren oder sind selbst auf der Suche nach einem Elektromobil? Unser Sanitätshaus hat dazu das passende Angebot parat. Wir haben uns auf den Bereich Mobilität spezialisiert und beraten Sie in allen Fragen rund um Rollstühle, Elektromobile und praktische Alltagshelfer bei Multiple Sklerose. Wir besuchen Sie auch gerne zu Hause. Sei es in Ochtrup direkt oder im Emsland bzw. Münsterland. Jetzt unverbindlich Kontakt aufnehmen!

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Infantile Cerebralparese Hilfsmittel Ochtrup & Münsterland

Infantile Cerebralparese Hilfsmittel: Kindern mehr Eigenständigkeit & Mobilität ermöglichen

Kinder, die von einer Infantilen Cerebralparese betroffen sind, benötigen im Alltag Unterstützung. Hilfsmittel spielen in diesem Zusammenhang eine sehr wichtige Rolle. Sie kompensieren die Auswirkungen der Erkrankung und sorgen für mehr Selbstständigkeit und Mobilität. Gerade bei Hilfsmitteln für Kinder und Jugendliche sollten Sie einige Dinge beachten. An dieser Stelle möchten wir Ihnen die das Erscheinungsbild der Infantilen Cerebralparese und dazu passende Hilfsmittel genauer vorstellen.

Was versteht man unter einer Infantilen Cerebralparese?

Die Infantile Cerebralparese ist eine Erkrankung des menschlichen Nerven- und Muskelsystem. Der Zusatz Infantil deutet bereits an, dass es sich hierbei um eine frühkindliche Hirnschädigung handelt. Es gibt verschiedene Ursachen, die eine Infantile Cerebralparese bewirken.

Ein Beispiel ist der Sauerstoffmangel während der Geburt. Während der Entbindung kann es dazu kommen, dass sich die Nabelschnur um den Hals des Säuglings legt und dieser deshalb zu wenig Sauerstoff erhält. Zudem kann es bereits während der Schwangerschaft zu einem Sauerstoffmangel kommen.

Wie äußert sich die Infantile Cerebralparese?

Die Infantile Cerebralparese ist eine dauerhafte Erkrankung, die mehrere Symptome besitzt. Sehr häufig kommt es zu Lähmungen in Form von Hemiplegie (halbseitige vollständige Körperlähmung), Diplegie (doppelseitige Lähmung des oberen oder unteren Körperbereich) oder Tetraplegie (Lähmung beider Arme und Beine). Die Diplegie stellt dabei die häufigste Lähmungsform dar. Darüber hinaus kommt es häufig partiell zu spastischen Lähmungen. Weitere Auswirkungen der Infantilen Cerebralparese sind zudem Wahrnehmungs- und Sehstörungen oder eine verzögerte Sprachentwicklung.

Rund 90 % der Kinder mit Infantiler Cerebralparese erreichen das Erwachsenalter. Schwere Formen haben hingegen eine sehr ungünstige Prognose. Hierzu zählen vor allem intensive Funktionsstörungen wie chronische Lungenentzündungen und Probleme mit der Nahrungsaufnahme beziehungsweise Verdauung. Hier liegt die Lebenserwartung bei nur wenigen Jahren.

Eine grundsätzliche Heilung gibt es nicht. Die Therapie bei einer Infantilen Cerebralparese besteht darin, die intakten Körperbereiche zu stärken. Dies geschieht unter anderem durch eine gezielte Physiotherapie. Gleichzeitig unterstützt die Ergotherapie in der Verbesserung der Körperwahrnehmung und mit Kompensationsmechanismen für den Alltag, sowie die Logopädie bei der Verbesserung der Sprachentwicklung. Bei Kindern muss zudem berücksichtigt werden, dass sich diese im Wachstum befinden.

Hilfsmittel bei Infantiler Cerebralparese – dies sind die Möglichkeiten

Die Wahl der passenden Hilfsmittel hängt bei der Infantilen Cerebralparese entscheidend vom Schweregrad der Erkrankung ab. Leichte durch die Infantile Cerebralparese verursachte Spastiken erfordern daher andere Hilfsmittel als eine Tetraplegie. Gute Beispiele für Hilfsmittel bei Infantiler Cerebralparese sind:

  • Rollstühle und Lagerungshilfen
  • Orthesen
  • Orthopädische Einlagen und Schuhe
  • Rehabuggys, Dreiräder

Bei Orthesen handelt es sich um spezielle Schienen. Der Begriff selbst kürzt die Bezeichnung orthopädische Prothese ab. Die Schienen dienen zur Entlastung, Stabilisierung oder Korrektur von Armen beziehungsweise Beinen.

Wichtig: Kinder und Jugendliche wachsen allerdings noch, sodass die Orthesen regelmäßig auf ihre Größe hin kontrolliert und angepasst werden müssen. Dies gilt ebenfalls für orthopädische Einlagen und Schuhe.

Welche Rollstühle eignen sich bei Infantiler Cerebralparese?

Für Kinder, die von Infantiler Cerebralparese betroffen sind, stehen je nach Schwere der Erkrankung verschiedene Rollstühle und Gehhilfen zur Verfügung. Die Mobilitätshilfen fördern die Eigenständigkeit der Kinder, sodass diese ihren Alltag einfacher gestalten können. Gute Beispiele sind:

  • Manuelle Rollstühle
  • Steh-Rollstuhl
  • Elektro-Rollstuhl

Wichtig: Bei jedem Rollstuhl sollten Sie darauf achten, dass Sie und Ihr Kind daran verschiedene Bereiche individuell einstellen können. Veränderungsmöglichkeiten sind vor allem beim Sitz-, Rücken – und Beinwinkel sinnvoll. Gleiches gilt für den Rückenbereich. Falls der Betroffene zusätzlich unter Spastiken leitet sind, sorgen Gurte dafür, die betroffenen Bereiche besser zu fixieren.

Manuelle Rollstühle zeichnen sich dadurch aus, dass der Rollstuhlfahrer selbst aktiv wird und für die Fortbewegung die Räder mit seinen Händen antreibt. Rollstühle dieser Art gibt es in verschiedenen Varianten. Hierzu zählen unter anderem der Aktiv-, Leichtgewichts- und Multifunktions-Rollstuhl.

Der Steh-Rollstuhl ermöglicht trotz fehlender Kraft oder einer Lähmung der Beide das aufrechte Stehen. Zudem hat ein solcher Rollstuhl auch positive Auswirkungen auf Körperfunktionen wir die Atmung oder Verdauung. Gleichzeitig verringert der Steh-Rollstuhl die Gefahr von Dekubitus im Gesäßbereich. Die psychische Komponente sollten Sie ebenfalls nicht unterschätzen. Rollstuhlfahrer agieren mit der Steh-Variante auf Augenhöhe mit anderen.

Elektrische Rollstühle sind für Personen mit Infantiler Cerebralparese geeignet, die erhebliche Einschränkungen und Lähmungen besitzen. Der E-Rollstuhl muss nicht selbst angetrieben oder von einer anderen Person geschoben werden. Dies erhöht die Eigenständigkeit erheblich. Zudem vergrößert der Elektrische Rollstuhl die Reichweite. Kinder steuern den Rollstuhl mit einem Joystick. Falls Spastiken vorliegen sollte der E-Rollstuhl über einen speziell dafür ausgelegten Joystick verfügen.

Ist es nicht möglich, den Joystick mit den Händen zu führen, gibt es zudem eine Steuereinheit in Höhe des Gesichts. Hier übernimmt das Kinn die Steuerung. Eine solche Kopfsteuerung eignet sich zudem, wenn der Betroffene von sehr starken Spastiken betroffen ist.

Wir unterstützen Sie und Ihr Kind direkt bei Ihnen zu Hause

Ihr Kind benötigt einen neuen Rollstuhl und Sie möchten sich diesbezüglich intensiv beraten lassen? Das Sanitätshaus M+ L aus Ochtrup ist Experte im Bereich Hilfsmittel, die die Mobilität und Eigenständigkeit der Betroffenen verbessern beziehungsweise fördern.

Besuchen Sie uns in unserem Ochtruper Geschäft, welches zusätzlich eine Fachwerkstatt besitzt. In einem Umkreis von bis zu 80 Kilometern kommen wir auch zu Ihnen nach Hause in Bad Bentheim, Steinfurt Greven und vielen weiteren Ortschaften des Münsterlandes und Emslandes. Nehmen Sie jetzt unverbindlich Kontakt auf!

 

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Querschnittslähmung Hilfsmittel – mehr Teilhabe & Mobilität ermöglichen

Ob in Folge eines Unfalls oder einer anderweitigen Erkrankung: Die Mobilität von Menschen mit einer Querschnittslähmung ist ohne entsprechende Hilfsmittel deutlich eingeschränkt. Rollstühle in verschiedenen Varianten und viele weitere praktische Alltagshelfer unterstützen Personen hingegen dabei, ein unabhängigeres Leben zu führen.

Wir möchten an dieser Stelle das Thema Folgen der Querschnittslähmung näher betrachten. Darüber hinaus zeigen wir Ihnen Hilfsmittel, die den Alltag mit einer Querschnittslähmung erleichtern.

Welche Ursachen und Folgen hat eine Querschnittslähmung für Betroffene?

Der medizinische Begriff für die inkomplette und vollständige Querschnittslähmung lautet Paraplegie. Sie ist die Folge einer irreversiblen Verletzung des Rückenmarksquerschnitts. Meistens wurde das Rückenmark an dieser Stelle komplett durchtrennt oder besonders stark geschädigt. Querschnittslähmung kann sowohl durch ein Trauma (zum Beispiel Unfall) oder eine Erkrankung hervorgerufen werden. Inwieweit die Lähmung komplett oder partiell ist, hängt von Schwere und Lage der Schädigung ab.

Während bei der Paraplegie vor allem der untere Rumpf und die unteren Extremitäten von der Lähmung betroffen sind, beginnt bei der Tetraplegie diese bereits unterhalb des Halses. Hier sind von der kompletten oder teilweisen Lähmung unter anderem auch die Arme betroffen.

Die Paraplegie hat weitreichende Folgen für die betroffene Person. Es werden ab dem Punkt der Schädigung keine Signale mehr vom Hirn in diesen Bereich geleitet. Dies betrifft neben dem Bewegungsapparat auch für weitere Funktionen des Körpers (unter anderem Verdauung). Gleiches gilt für die Sensorik.

Die Mobilität ist durch die Querschnittslähmung dauerhaft erheblich eingeschränkt. Neben der körperlichen Lähmung verursacht die Erkrankung mitunter auch psychische Probleme. Deshalb ist es für Betroffene sehr wichtig, dass sie ihren Alltag möglichst unabhängig und aktiv gestalten können.

Welche Hilfsmittel gibt es für Querschnittsgelähmte?

Das Hilfsmittel-Angebot für Menschen, die von der Querschnittlähmung betroffen sind, ist vielseitig. Im Mittelpunkt stehen Hilfsmittel, die den Alltag erleichtern, die Mobilität verbessern und mehr Lebensqualität ermöglichen. Gute Beispiele sind:

  • Pflegehilfsmittel
  • Anziehhilfen
  • Rollstühle

Um ein hohes Maß an Eigenständigkeit zu erhalten, passen Querschnittsgelähmte viele alltägliche Tätigkeiten an die besondere Situation an. Unterstützt werden sie dabei durch bestimmte Hilfsmittel , die zum Beispiel die morgendliche Hygiene erleichtern. Ein gutes Beispiel ist der Duschstuhl. In unserem Onlineshop finden Sie zudem eine umfangreiche Auswahl an Haltegriffen. Dies gilt ebenfalls für den Badewannenlifter, der mit einem Akkuantrieb ausgestattet ist. Alltags-Hilfsmittel wie die Anziehhilfe bieten die Möglichkeit, trotz der Bewegungseinschränkung sich allein anzukleiden.

Rollstühle für jede Gelegenheit – die Auswahl ist groß

Um die Mobilität und damit auch ein Stück weit Eigenständigkeit zu gewährleisten, ist der Rollstuhl für jeden Querschnittsgelähmten von besonderer Bedeutung. Wenn Sie sich in unserem Onlineshop die Auswahl an Rollstühlen anschauen, merken Sie schnell, wie vielseitig das Angebot ist. Hierzu zählen unter anderem:

  • Multifunktions-Rollstuhl
  • Sport-Rollstuhl
  • Elektro-Rollstuhl
  • Leichtgewichts-Rollstuhl
  • Standard-Rollstuhl
  • Aktiv-Rollstuhl
  • Steh-Rollstuhl

Querschnittsgelähmte sollten bei der Wahl des Rollstuhls einige Dinge beachten. Insbesondere die maximale Belastbarkeit und Maße des Rollstuhls sind hier von Bedeutung. Darüber hinaus verfügen die genannten Rollstuhl-Varianten über verschiedene Ausstattungsmerkmale. Eine gute Beratung und das Ausprobieren von Rollstühlen entscheiden darüber, wie gut Querschnittsgelähmte einen passenden Rollstuhl finden. Einige Modelltypen möchten wir nun kurz vorstellen:

Im Elektro-Rollstuhl befindet sich ein Batterieantrieb. Er ermöglicht Querschnittsgelähmten eine besonders unabhängige Fortbewegung, ohne dass hierfür eine Begleitperson notwendig ist. Elektro-Rollstühle werden über einen Joystick gesteuert. Bei größeren Distanzen erweist sich der Rollstuhl mit Elektroantrieb ebenfalls als praktisch, da er die eigene Kraftaufwendung minimiert.

Der Steh-Rollstuhl verfügt über eine sogenannte Aufrichtfunktion. Dadurch ist es Querschnittsgelähmten möglich, jederzeit eine stehende Position einzunehmen. Den Rollstuhl gibt es als manuelle und elektrisch betriebene Variante gleichermaßen.

Durch das Stehen erfolgt eine Druckreduzierung im Gesäßbereich. Darüber hinaus beeinflusst er die Atmung und auch das Verdauungssystem. Der Steh-Rollstuhl hat zudem eine nicht zu unterschätzende psychologische Wirkung. Querschnittsgelähmte agieren hier auf Augenhöhe mit anderen Personen. Darüber hinaus intensiviert er das eigene Körpergefühl.

Mit dem Aktiv-Rollstuhl erhalten querschnittsgelähmte Menschen ein hohes Maß an Eigenständigkeit zurück. Die Modelle lassen sich besonders individuell auf die Eigenschaften der Person anpassen. Darüber hinaus sind Aktiv-Rollstühle sehr leicht und wendig.

Der Sport-Rollstuhl sorgt dafür, dass Sie weiterhin sportlich aktiv sein können. Es gibt unter anderem spezielle Modelle, mit denen Sie Leichtathletik, Tennis oder verschiedene Mannschaftssportarten ausüben. Sport-Rollstühle sind oftmals mit schrägen Greifreifen ausgestattet. Handbikes stellen eine weitere Alternative dar.

Vom Multifunktions-Rollstuhl profitieren vor allem Menschen mit einer hohen Immobilität. Neben einer Querschnittlähmung sind weitere Bereiche des Körpers in ihrer Bewegung eingeschränkt. Multifunktions-Rollstühle unterstützen unter anderem eine sitzende Lagerung Der Komfort ist bei diesen Rollstühlen besonders hoch.

Ist ein Elektromobil für Querschnittsgelähmte geeignet?

Das Elektromobil sorgt dafür, dass Menschen mit einer Bewegungseinschränkung einfacher von A nach B gelangen und dabei auch größere Distanzen zurücklegen können. Wir haben verschiedene Modelle wie das Elektromobil Gronau oder Steinfurt im Angebot. Inwieweit ein solches E-Mobil für Sie als Rollstuhlfahrer geeignet ist, sollten Sie vorab genau prüfen. Oftmals muss das Gefährt anderenorts aufgrund seiner Größe draußen abgestellt werden. Dies erhöht die Ein- und Ausstiegsproblematik deutlich.

Eine praktische Alternative dazu bietet die elektrische Antriebshilfe, die Rollstuhlfahrer zurüsten können. Die Zughilfe verfügt über einen elektrischen Motor und Batterie. Das Modul wird vorne am Rollstuhl montiert und zieht diesen. Antriebshilfen dieser Art verfügen über einen Lenker, wodurch sich die Steuerung vereinfacht. In wenigen Schritten kann die Zughilfe montiert und wieder abgebaut werden.

Wir beraten Sie gerne – auch direkt bei Ihnen vor Ort

Sie benötigen einen neuen Rollstuhl und möchten sich intensiv beraten lassen? Unsere Mobilitätsexperten vom Sanitätshaus M+ L stehen Ihnen in Ochtrup und in einem Umkreis dazu von rund 80 Kilometern zur Verfügung. Nutzen Sie zudem unseren neuen Skype Support. Von zu Hause aus in Greven, Bad Bentheim, Steinfurt und vielen weiteren Ortschaften im Münsterland und Emsland beraten wir sie bequem online. Selbstverständlich kommen wir auch persönlich zur Ihnen nach Hause, wenn Sie es wünschen. Nehmen Sie jetzt unverbindlich Kontakt zu uns auf!

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Parkinson Hilfsmittel in Osnabrück & Ochtrup

Parkinson Hilfsmittel – den Alltag mobiler und eigenständiger gestalten

Menschen, die an Parkinson erkrankt sind, büßen im Verlauf der Zeit ein hohes Maß an Mobilität und Eigenständigkeit ein. Deshalb ist es für Parkinson-Patienten sehr wichtig, passende Hilfsmittel zur Mobilitätserhaltung zu nutzen. Dadurch wird auch das individuelle Wohlbefinden verbessert.

Wir möchten Ihnen nun verschiedene Hilfsmittel für Parkinson-Patienten vorstellen und über die Eigenschaften dieser bislang noch nicht heilbaren Erkrankung informieren.

Was ist Parkinson?

Parkinson zählt zu den sogenannten neurodegenerativen Erkrankungen, die derzeit nicht heilbar sind. Nach Alzheimer ist sie die zweithäufigste Erkrankung dieser Art. Das Durchschnittsalter liegt bei etwa 60 Jahren. Allerdings geht man davon aus, dieses Alter erst den Ausbruch der Krankheit anzeigt und der Körper bereits seit längerem erkrankt ist.

In Deutschland betrifft Parkinson rund 400.000 Menschen. Weltweit sind es rund 6,1 Millionen Personen. Das wohl bekannteste und sichtbarste Parkinson-Symptom ist das Muskelzittern im Ruhezustand. Hierbei handelt es sich um den sogenannten Parkinson-Tremor. Darüber hinaus sind auch verlangsamte Bewegungen, steife Muskeln, Bewegungsblockaden (Freezing-Syndrom) oder die fehlende Körperstabilität Symptome der Parkinson-Erkrankung. Bis heute ist Parkinson nicht heilbar.

Wie ist der Verlauf der Parkinson-Erkrankung?

Der zeitliche Verlauf von Parkinson ist recht unterschiedlich. Medikamente helfen dabei, die Symptome zu lindern. Im Mittelpunkt stehen hierbei Dopamin-basierte Medikamente, die den fehlenden Botenstoff im Körper ersetzen. Stoppen können sie die Erkrankung allerdings bislang nicht. Die Lebensqualität erhalten darüber hinaus gezielte Physiotherapien.

Parkinson lässt sich in verschiedene Phasen einteilen. Bereits in den 1960er wurden acht Stadien definiert. In Stadium 0 ist die Krankheit zwar bekannt, es gibt allerdings noch keine sichtbaren Anzeichen der Erkrankung. Das 5. Stadium ist zugleich das Letzte. Hier ist der Bewegungsapparat soweit eingeschränkt, dass der Betroffene unter anderem auf einen Rollstuhl angewiesen ist.

Welche Hilfsmittel gibt es für an Parkinson erkrankte Menschen?

Für Parkinson-Betroffene gibt es eine Reihe an Hilfsmitteln, die den Alltag erleichtern und deshalb auch die Lebensqualität verbessern. Hierzu zählen unter anderem:

  • Parkinson-Gehstock
  • Rollstuhl
  • Parkinson-Besteck

Der Einsatz dieser Hilfsmittel ist vor allem vom jeweiligen Grad der Erkrankung abhängig. Eine Beratung hilft dabei, die Hilfsmittel bedarfsgerecht einzusetzen.

Für Parkinson-Betroffene wird es mit der Zeit immer schwieriger, Besteck zu halten. Dies liegt vor allem an den unkontrollierbaren Bewegungen, die Parkinson hervorruft. Normales Besteck sollte deshalb gegen eine spezielle Parkinson-Variante ausgetauscht werden. Dieses verfügt über schwerere Griffe, die zusätzlich gummiert und breiter sind.

Wenn Parkinson-Erkrankte zwar noch gut zu Fuß sind, die Motorik allerdings eingeschränkt ist, lohnt sich die Anschaffung eines speziellen Parkinson-Gehstocks. Dieser gleicht das stärker werdende Freezing-Syndrom aus. Die Hilfe zum Gehen ist im unteren Bereich mit einer Querleiste ausgestattet. Der Parkinson-Patient nimmt die Querleiste im aufgeklappten Zustand als Hindernis wahr. Mit dem Gehstock können Betroffene die Bewegungsblockade und damit auch größere, unstrukturierte Flächen überwinden.

Der Rollator bietet ebenfalls die Möglichkeit, bei Gehbehinderungen durch Parkinson weiterhin mobil und aktiv zu sein. Es handelt sich hierbei nicht nur um ein Laufhilfsmittel zur Steigerung der Mobilität. Vielmehr hilft er durch seine Konstruktion, Stürze zu vermeiden.

Welche Rollstühle eignen sich bei für Parkinson-Patienten

Die fortgeschrittene Parkinson-Erkrankung schränkt den Bewegungsapparat zunehmend ein. Selbst kleinere Spaziergänge sind dadurch kaum noch möglich. In diesem Stadium der Erkrankung ist daher der Rollstuhl die wichtigste Mobilitätshilfe. Welcher Rollstuhl für Sie oder Ihren Angehörigen geeignet ist, hängt vom jeweiligen Gesundheitszustand ab.

Dies betrifft übrigens nicht nur Parkinson, sondern auch Erkrankungen wie Multiples Sklerose oder ALS. Die Wahl des Rollstuhls hängt entscheidend vom körperlichen Zustand des Parkinson-Betroffenen ab. Zur Auswahl stehen unter anderem:

  • Standard-Rollstuhl
  • Lagerungs-Rollstuhl
  • Aktiv-Rollstuhl
  • Elektro-Rollstuhl

Für Personen, die aufgrund fehlender Bewegungsmöglichkeiten und schwindender Koordination nicht mehr manuell einen Rollstuhl steuern können, ist die E-Variante sehr gut geeignet. Parkinson-Erkrankte steuern den Elektro-Rollstuhl über einen Joystick. Selbst Personen, die aufgrund ihrer Krankheit nur noch geringste Beweglichkeiten aufweisen, können dies durch spezielle Joysticks kompensieren. Die Bedienung ist zudem besonders einfach. Diverse elektrische Rollstühle sind mit einem intelligenten Stabilisierungssystem ausgestattet. Dies verschafft zusätzliche Sicherheit.

Wie sieht die Finanzierung von Parkinson Hilfsmitteln generell aus?

Parkinson-Gehstock, Besteck oder Rollstuhl kosten Geld. Die Finanzierung von verschiedenen Parkinson-Hilfsmitteln ist durch die gesetzlichen Pflege- und Krankenkassen geregelt. Im Hilfsmittelkatalog finden Sie sämtliche Hilfsmittel, deren Finanzierung von den genannten Institutionen übernommen werden.

Fragen Sie bei Ihren Kranken- und Pflegekassen im Emsland oder Münsterland zusätzlich nach, welche Parkinson-Hilfsmittel außerhalb des Katalogs ebenfalls finanziert werden. Die Praxis zeigt, dass nicht jedes Hilfsmittel auch gelistet sein muss. Für die Kostenübernahme ist allerdings entscheidend, dass das Parkinson Hilfsmittel vom Arzt angeordnet wurde.

Unser Sanitätshaus ist Ihr Partner für Hilfsmittel bei Parkinson

Das Sanitätshaus M+L aus Ochtrup hat sich auf Hilfsmittel rund um das Thema Mobilität spezialisiert. Wir möchten, dass Sie oder Ihr Angehöriger auch bei fortschreitender Parkinson-Erkrankung weiterhin aktiv am Leben teilnehmen kann. Deshalb finden Sie bei uns auch diverse Gehhilfen, Rollatoren und Rollstühle, die mehr Mobilität bewirken.

Die Wahl der richtigen Hilfsmittel hängt aber entscheidend vom individuellen Zustand des Parkinson-Patienten ab. Deshalb spielt die intensive Beratung in diesem Bereich eine sehr wichtige Rolle. Unsere Experten sind für Sie da. Unser Einzugsgebiet umfasst von Ochtrup aus einen Umkreis von rund 80 Kilometern. Auf Wunsch beraten wir Sie auch zu Hause in Bad Bentheim, Greven, Steinfurt und vielen weiteren Ortschaften. Nehmen Sie jetzt unverbindlich Kontakt zu uns auf!

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Hemiplegie Hilfsmittel – mehr Eigenständigkeit und Mobilität im Alltag

Hemiplegie-Betroffene sind in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Deshalb benötigen sie Unterstützung im Alltag, die für mehr Eigenständigkeit und Mobilität sorgt. Hierfür stehen verschiedene Hemiplegie-Hilfsmittel zur Verfügung. Es gibt verschiedene Hemiplegie Mobilitätshilfen wie den Rollstuhl. An dieser Stelle möchten wir Ihnen das Krankheitsbild der Hemiplegie und die dazu passenden Hilfsmittel genauer vorstellen.

Was ist Hemiplegie?

Der Begriff Hemiplegie bezeichnet vollständige Lähmung einer Körperhälfte beim Menschen. Im Gegensatz beschreibt die Hemiparese eine Schwächung einer Körperhälfte, die (partielle) Lähmungen hervorruft.

Die halbseitige Lähmung ist oftmals die Folge eines Schlaganfalls/ Hirninfarktes. Dieser führt dazu, dass bestimmte Bereiche des Gehirns nicht mehr richtig mit Blut versorgt werden. Die unfallbedingte Hirnblutung zählt ebenfalls zu den Ursachen, die eine Hemiplegie verursachen. Wenn die Schädigung die rechte Gehirnhälfte betrifft, ist die linke Körperhälfte gelähmt. Bei der rechten Körperhälfte tritt die Schädigung hingegen in der linken Gehirnhälfte auf.

Welche Auswirkungen hat Hemiplegie auf den Alltag?

Hemiplegie-Patienten müssen sich auf einen längeren und intensiven Rehabilitationsprozess einstellen. Ziel ist es, die Folgen der Hemiplegie durch entsprechende Rehamaßnahmen zu kompensieren und eine Förderung der Eigenständigkeit zu erzielen. Bereits in dieser Phase unterstützen bestimmte Hemiplegie Pflegemaßnahmen und Hilfsmittel die Betroffenen, alltägliche Dinge selbstständiger durchzuführen.

Da die jeweilige Gesichtshälfte häufig ebenfalls von der Lähmung betroffen ist, zählen auch Schluck- und Sprachstörungen zu den Folgen der Hemiplegie. Dies muss bei der akuten und fortwährenden Hemiplegie Pflege berücksichtigt werden. Der Bewegungsapparat ist durch die Hemiplegie deutlich eingeschränkt. Dies gilt zum Beispiel für das Gleichgewicht. Oftmals kommt es zu einem Hinterherschleifen des betroffenen Beins.

Welche Hilfsmittel gibt es für Hemiplegie-Betroffene?

Für Menschen, die von Hemiplegie betroffen sind, stehen diverse Hilfsmittel zur Verfügung. Hierzu zählen neben verschiedenen Rollstühlen und Gehhilfen auch Pflege- oder Alltagshilfsmittel für Hemiplegie-Patienten.

Die Alltagshilfsmittel sind besonders vielseitig. Sie unterstützen Hemiplegie-Betroffene dabei, tägliche Dinge, die vor der Erkrankung ohne Probleme möglich waren, durchzuführen. Ein gutes Beispiel ist das sog. Einhänderbrett zum Bestreichen und Belegen von Brotscheiben oder Brötchen. Das Einhänderbrett ist mit einer Einfassung versehen, in die das Brot gelegt wird. Zudem gibt es eine Kante, die zur Fixierung am Tisch dient. Mit der beweglichen Hand kann der Hemiplegie-Patient das Brot schmieren, sodass dieses oder das Brettchen selbst nicht wegrutschen.

Hilfsmittel unterstützen Betroffene ebenfalls, mehr Eigenständigkeit zu erlangen. Dies gilt unter anderem für intime Situationen, wie das Waschen oder den eigenen Toilettengang. Wichtige Hilfsmittel sind in diesem Zusammenhang verschiedene Haltemöglichkeiten (zum Beispiel Griffe), ein Wannenlifter oder der Duschstuhl. Gleiches gilt für Lagerungsbetten oder Dekubitus-Kissen.

Welche Hemiplegie Mobilitätshilfen gibt es?

Gehhilfen, Rollstühle sowie Aufstehhilfen verbessern die Mobilität von Hemiplegie-Betroffenen. Es gibt verschiedene Rollstuhlvarianten, die bei der halbseitigen Lähmung von Vorteil sind. Hierzu zählen unter anderem:

  • Standard-Rollstuhl
  • Aktiv-Rollstuhl
  • Elektro-Rollstuhl

Sobald die Hemiplegie ein gewisses Maß an Beweglichkeit zulässt, nutzen viele Betroffene einen Rollstuhl, den sie manuell selbst fahren können. Von Vorteil sind hier Rollstuhl-Modelle, die ein sogenanntes Trippeln ermöglichen. Insbesondere für Menschen, die erst kurz von Hemiplegie betroffen sind, lernen dadurch ein intuitiveres Fahren mit dem Rollstuhl.

Für Menschen mit einer halbseitigen Lähmung sind zudem Rollstühle interessant, die mit Einhand-Greifreifen und Einhandbremse ausgestattet sind. Hierbei handelt es sich um eine Variante, bei der ein Rad zwei Ringen besitzt. Das Rad liegt auf der Seite derjenigen Körperhälfte, die nicht gelähmt ist. Der Doppelring übernimmt dabei die Aufgabe, beide Räder gleichzeitig mit nur einer Hand zu steuern. Gleichzeitig ist es möglich, auch nur einen der beiden Ringe für das jeweils rechte oder linke Rad zu nutzen. Damit manövrieren Rollstuhlfahrer zum Beispiel durch Kurven.

Falls die halbseitige Lähmung zu stark ausgeprägt ist, um einen manuellen Rollstuhl zu nutzen, sollte ein Elektrorollstuhl in Betracht gezogen werden. Diese Rollstuhlvariante hat den Vorteil, dass sie nicht manuell angetrieben werden muss. Vielmehr sorgt der Motor im E-Rollstuhl für Bewegung. Gleichzeitig erhöht der Rollstuhl mit E-Antrieb die Reichweite erheblich. Menschen mit einer halbseitigen Körperlähmung steuern den Rollstuhl mit einem Joystick. Ein Elektromobil muss hingegen mit beiden Armen gesteuert werden, weshalb diese Mobilitätsvariante bei Hemiplegie eher nicht in Frage kommt.

Unser Team unterstützt Sie bei der Wahl der passenden Hemiplegie-Hilfsmittel

Unter Sanitätshaus M+L hat seinen Sitz in Ochtrup. Wir bieten speziell Hilfsmittel an, die nach verschiedenen Erkrankungen die Mobilität verbessern sollen. Gute Beispiele sind Rollatoren und Elektromobile. Im Rollstuhlbereich bieten wir vom automatischen Elektro-Rollstuhl bis hin zum sportlichen Handbike viele Varianten an. In Ochtrup gibt es zudem eine Fachwerkstatt.

Unsere Experten beraten Sie auch bei Ihnen zu Hause. Wir kommen auf Wunsch in einem Umkreis von 80 Kilometern von Ochtrup zu Ihnen und stellen Ihnen unsere Hemiplegie Hilfsmittel im Emsland und Münsterland vor. Nehmen Sie jetzt Kontakt mit uns auf!

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Dekubitus Hilfsmittel Ochtrup & Greven

Dekubitus Hilfsmittel: Die Folgen der Bettlägerigkeit abmildern

Nach einem schweren Unfall oder infolge einer Erkrankung sind Betroffene unter Umständen über einen längeren Zeitraum bettlägerig. Ist die Mobilität aufgrund der Schwere der Erkrankung stark eingeschränkt oder kann gar nicht erfolgen, sind weitere Beschwerden die Folge. Hierzu zählt auch Dekubitus.

Was darunter genau zu verstehen ist und welche Hilfsmittel (zum Beispiel Dekubitus Kissen für Rollstühle) in dieser Situation zur Verfügung stehen, erfahren Sie hier.

Wann spricht man von Dekubitus?

Der Begriff Dekubitus leitet sich vom lateinischen Wort decumbere (sich niederlegen) ab. In der Medizin werden damit Beeinträchtigungen und Schädigungen bezeichnet, die durch das lange Liegen entstehen. Betroffen ist dabei vor allem die Haut beziehungsweise das darunter liegende Gewebe.

Dekubitus entsteht durch langanhaltenden Druck. Dadurch durchbluten Haut und Gewebe nicht mehr richtig. Es entstehen, starke Hautreizungen, Geschwüre und sogar offene Wunden. Auf Dauer werden sie chronisch bzw. schreiten fort und heilen ohne medizinische Behandlung nicht mehr ab.

Dekubitus kennt kein Alter. Vielmehr entwickelt sich diese Erkrankung bei Menschen, die aufgrund einer eingeschränkten oder gänzlich fehlenden Mobilität dauerhaft sitzen beziehungsweise liegen. Sicherlich sind ältere Menschen, die zunehmend immobil werden hiervon stärker betroffen. Aber auch jüngere Personen, die zum Beispiel im Rollstuhl sitzen, können mitunter einen schweren Dekubitus entwickeln.

Welche Folgen hat Dekubitus für Betroffene?

Ein großes Problem stellen offene Wunden dar, in die auch Bakterien eindringen. Lokale Entzündungen bis hin zur Sepsis sind eine große Gefahr für die Betroffenen. Dekubitus ist nach ICD-10 klassifiziert. Es gibt vier verschiedene Dekubitus Stadien. Der jeweilige Erkrankungsgrad hat Auswirkungen auf die Wahl der Hilfsmittel.

Dekubitus-Stadium Merkmale
1 Hautrötung, Bildung von Ödemen, warme Haut im betroffenen Bereich
2 Teilschädigung der Epidermis, oberflächliche Druckschäden, Blasenbildung, Abschürfung der Haut, teils flache Geschwüre
3 Tiefe und offene Geschwüre, Verlust sämtlicher Hautschichten, Nekrose oder Schädigung des subkutanen Gewebes
4 Ausgedehnte Zerstörung aller Hautschichten, Nekrosen im Gewebe, Schädigung von Knochen, Muskeln und/oder Sehnen.

Je früher die Druckbelastung reguliert wird, desto geringer ist die Chance, dass der Dekubitus ein höheres Stadium erreicht. Die regelmäßige Kontrolle, bestimmte Lagerungstechniken und entsprechende Hilfsmittel helfen dabei, Dekubiti in Schach zu halten. Gleiches gilt für die Pflege der Haut und die Ernährung.

Welche Hilfsmittel gibt es für Dekubitus?

Um die Dekubitus Folgen abzumildern, stehen verschiedene Hilfsmittel zur Verfügung. Deren Einsatz hilft zudem, eine gewisse Prophylaxe zu betreiben. Wie bei vielen anderen Hilfsmitteln gilt auch hier, dass diese jeweils zum Erkrankungsgrad und den individuellen Umständen der betroffenen Person passen müssen.

Ziel sämtlicher Dekubitus Hilfsmittel ist es, dass Scherkräfte reduziert werden und somit der Druck auf bestimmte Körperareale verringert wird. Dies geschieht zum einen anderen durch die Vergrößerung der Auflagefläche. Zum anderen sollten Dekubitus-Betroffene regelmäßig die Liege- und Sitzposition verändern. Kann dies nicht alleine durchgeführt werden, ist die Unterstützung einer anderen Person erforderlich. Darüber hinaus gibt es Hilfsmittel, die automatisch agieren. Eine grobe Unterscheidung findet folgendermaßen statt.

  • Wechseldruck-Hilfsmittel
  • Weichlagerungs-Hilfsmittel
  • Hilfsmittel zur Stimulation von Mikrobewegungen
  • Hilfsmittel, die eine Luftzirkulation ermöglichen

Hilfsmittel für den regelmäßigen Druckwechsel

Menschen, die langanhaltend bettlägerig sind, benötigen unter anderem spezielle Matratzen. Im Inneren der Matratze befinden sich Luftkissen, die in rotierender Abfolge mit Luft befüllt werden. Dadurch entsteht ein Wechseldruck, der für einen definierten Zeitraum bestimmte Körperregionen entlastet.

Die Wahl dieses Dekubitus-Hilfsmittel hängt allerdings entscheidend vom Zustand und möglichen weiteren Erkrankungen des Betroffenen ab. Für Personen, die eine gestörte Wahrnehmung haben (zum Beispiel Demenz) kann dieses Hilfsmittel belastend sein. Auch bei Patienten mit hoher Schmerzbelastung treten Probleme auf. Wechseldruck-Hilfsmittel sollten stets in enger Absprache mit Ärzten und dem Pflegefachpersonal zum Einsatz kommen.

Hilfsmittel zur weichen Lagerung

Hilfsmittel in dieser Kategorie vergrößern die Auflagefläche des Betroffenen. Gleichzeitig wird der Druck besser und vor allem gleichmäßiger verteilt. Allerdings kann die alleinige weiche Lagerung auch Nebenwirkungen haben. Betroffene, die zu weich liegen, finden unter Umständen nicht genug Halt. Negative Auswirkungen auf die Feinmotorik sind hier die Folge.

Hilfsmittel zur besseren Wahrnehmung

Dieser eher dynamische Ansatz stimuliert sogenannte Mikrobewegungen. Dadurch sollen, soweit dies möglich ist, eigene Bewegungen seitens des Betroffenen aktiviert werden. Die Hilfsmittel arbeiten mit der Sensorik der Haut. Hierbei regen sie die dort befindlichen Nervenzellen an. Die Förderung der Wahrnehmung ist unter anderem dazu geeignet, Dekubitus an der Ausbreitung und Verschlimmerung zu hindern. Auch bei der Prophylaxe kommen diese Hilfsmittel zum Einsatz.

Hilfsmittel, die eine Luftzirkulation ermöglichen

Ein großes Dekubitus-Problem stellt die fehlende Zirkulation der Luft dar. Feuchtigkeit kann nicht entweichen, was zusätzliche Hautreizungen hervorruft. Zudem sind solche Flächen ein idealer Nährboden für Keime. Offenporige Schaumstoffe in Matratzen oder Sitzauflagen lassen aber ein gewisses Maß an Luftzirkulation zu.

Liege- und Sitzhilfen als Hilfsmittel gegen Bettlägerigkeit

Die Auswahl an Hilfsmitteln, die Dekubitus abmildern und verhindern, ist recht groß. Oftmals handelt es sich um Hilfsmittel, die am und im Bett zum Einsatz kommen. Bekannte Beispiele im Kampf gegen Dekubitus sind unter anderem:

  • Bettlaken-Lift / Gleitmatten
  • Lagerungskissen in verschiedenen Formen (unter anderem viereckige Kissen oder Halbmondkissen oder Lagerungsrollen)
  • Bettsysteme zur automatischen Umlagerung
  • Wende- und Umlagehilfen, die von Pflegenden genutzt werden
  • Weichlagerungsmatratzen
  • Wechseldruckmatratzen
  • Dekubitus Fersenpolster
  • Dekubitus Luftkissen / Gelkissen

Für Rollstühle gibt es ebenfalls praktische Hilfsmittel, die vor allem einen präventiven Charakter haben und daher zur Dekubitus-Prophylaxe dienen. Hierzu zählt auch das Dekubitus-Sitzkissen, welches in der Gesäßregion die Scherkräfte verringern sollen und somit den Druck verteilen. Solche Anti Dekubitus Kissen können ebenfalls für Sessel genutzt werden.

Wir helfen Ihnen im Münsterland, Emsland & Umgebung

Das Sanitätshaus M + L hat sich auf Hilfsmittel zur Verbesserung der Mobilität spezialisiert. Hierzu zählen unter anderem Rollstühle in verschiedenen Ausführungen. Darüber hinaus bieten wie verschiedenste Anti- Dekubitus-Hilfsmittel an. Von Ochtrup aus kommen wir in einem Umkreis von rund 80 km auch zu Ihnen nach Hause und beraten Sie vor Ort in Coesfeld, Emsdetten, Bad Bentheim und vielen weiteren Ortschaften im Emsland und Münsterland. Nehmen Sie jetzt Kontakt mit uns auf!

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Apallisches Syndrom Hilfsmittel – Mobilität & Lebensqualität verbessern

Nach einer schweren Erkrankung wie dem Schlaganfall oder infolge eines Unfalls ist es möglich, dass Betroffene im Wachkoma liegen. In der Medizin wird dieser Zustand auch apallisches Syndrom genannt. Für Betroffene, die aufgrund des apallischen Syndroms stark in ihrer Eigenständigkeit, Wahrnehmung und Mobilität eingeschränkt sind, stehen verschiedene Hilfsmittel parat.

In diesem Beitrag möchten wir Sie über das Krankheitsbild und den Verlauf des apallischen Syndroms informieren. Darüber hinaus werfen wir einen intensiven Blick auf die Hilfsmittel, die allgemeine Lebensqualität und Mobilität verbessern können.

Was versteht man unter dem apallischen Syndrom?

Der Begriff apallisches Syndrom beschreibt eine neurologische Erkrankung, die durch die besonders schwere Schädigung des Gehirns entsteht. Deutschlandweit fallen rund 10.000 Menschen jährlich ins apallische Syndrom, welches umgangssprachlich auch Wachkoma genannt wird. Der Auslöser hierfür ist recht unterschiedlich.

Neben schweren Erkrankungen wie dem Schlaganfall spielen Unfälle eine wichtige Rolle. Alle Vorfälle haben gemein, dass sie eine schwere Schädigung des Gehirns verursachen. Dies geschieht unter anderem durch Traumata und/oder Sauerstoffmangel. Infolge eines sogenannten Schädel-Hirn-Traumas kommt es zu einem Ausfall des Großhirns und dessen Funktionalität.

Wie wirkt sich das Apallische Syndrom auf den Gesundheitszustand des Betroffenen aus?

Wachkomapatienten sind fortwährend auf die Hilfe und Unterstützung angewiesen. Betroffene wirken rein äußerlich wach, was vor allem daran liegt, dass beim apallischen Syndrom Hirnstamm, Rückenmark und Zwischenhirn weiterhin ein bestimmtes Maß an Funktionalität aufweisen.

Welche Dinge die Betroffenen überhaupt wahrnehmen ist bislang nicht eindeutig klar. Gleiches gilt für die Dauer des Wachkomas. Während bei einem Teil nach einigen Wochen oder Monaten das apallische Syndrom zurückgeht, verbleiben anderen Personen bis zu ihrem Lebensende in diesem Zustand.

Das apallische Syndrom hat weitreichende Auswirkungen auf weitere Funktionalitäten des menschlichen Körpers. Dies betrifft unter anderem die Verdauung. Betroffene haben weder die Kontrolle über den Stuhlgang noch über die Blasenentleerung. Die Inkontinenz kann durch geeignete Hilfsmittel beim apallischen Syndrom gesteuert werden.

Welche Hilfsmittel unterstützen Menschen, die am apallischen Syndrom erkrankt sind?

Die intensive Pflege ist beim Wachkoma unerlässlich. Pflegenden Personen stehen eine Reihe von Hilfsmitteln zur Verfügung. Hierzu zählen unter anderem Pflegehilfsmittel wie Bett- und Anti-Dekubitus-Systeme und Rollstühle.

Wie bei anderen Erkrankungen gibt es auch beim apallischen Syndrom verschiedene sog.  Remissionsphasen beziehungsweise Abstufungen. Für die Behandlung und den Einsatz von Hilfsmitteln ist die jeweilige Phase, in der sich der Patient befindet, von besonderer Bedeutung.

Phase Beschreibung
1 Akut-Stadium, in dem sich der Betroffene im Koma befindet.
2 Beginn des apallischen Syndroms. Der Patient kann seine Augen öffnen. Allerdings gibt es meistens keinerlei Wahrnehmung und sichtbare Reaktion. Darüber hinaus weist der Körper eine extreme Spannung bis hin zur Verkrampfung auf.
3 Wichtige Phase für den Patienten. Er beginnt in einem wachen Zustand die Umgebung wahrzunehmen.
4 Dem Betroffenen ist es noch nicht möglich zu sprechen. Gefühle können allerdings bereits zum Ausdruck gebracht werden. Darüber hinaus verbessern sich die motorischen Fähigkeiten, die in diesem Stadium trainiert werden sollten.
5 Der Patient tritt in ein für ihn sehr wichtiges Stadium über. Experten bezeichnen dieses Stadium auch als Klüver-Bucy-Syndrom. Personen erhalten deutlich stärker motorische Fähigkeiten zurück. Sie sind in der Lage, den eigenen Körper besser zu steuern. Auch auf der emotionalen Ebene machen Betroffene deutliche Fortschritte.
6 Nun verbessern sich die kognitiven und motorischen Fähigkeiten zusehends. Gleiches gilt für die Wahrnehmung unter anderem auch der eigenen Person. In diesem Stadium ist zu beobachten, dass die Fähigkeit zu sprechen einsetzt.
7 + 8 Die Phase sieben und acht können als Vorbereitung beziehungsweise Start in ein neues Leben nach dem apallischen Syndrom verstanden werden. Patienten haben meistens ihre Kontinenz zurückerlangt. Zudem verbessern sich die kognitiven und motorischen Fähigkeiten weiter.
Übergang Hat der Betroffene alle Phasen durchlaufen beginnt nun die Langzeitrehabilitation

 

Die Langzeitrehabilitation nach dem apallischen Syndrom erfolgt ebenfalls in Stufen. Ziel ist es, dass Patienten nach und nach in ein eigenständiges Leben übertreten können. Wie bei den Remissionsphasen kann auch in der Langzeitrehabilitation keine exakte Zeitangabe erfolgen. Vielmehr kommt es hier ebenfalls auf den Zustand des Patienten an. Hilfsmittel spielen bei dieser Rehabilitation gleichfalls eine wichtige Rolle.

Welche Rollstühle eignen sich beim apallischen Syndrom?

Rollstühle dienen beim apallischen Syndrom nicht nur als Mobilitätsunterstützung. Dies liegt unter anderem daran, dass Patienten mit dem apallischen Syndrom grundlegende Dinge neu erlernen müssen. Die Wahrnehmung spielt deshalb eine besonders wichtige Rolle. Personen mit apallischem Syndrom nutzen, je nachdem in welcher Phase sie sich befinden, unterschiedliche Rollstühle. Gute Beispiele sind der Lagerungs- und der Stehrollstuhl.

Der Lagerungsrollstuhl kommt beim Patienten mit apallischem Syndrom sehr häufig zum Einsatz. Ein wichtiges Merkmal der Variante ist es, dass sich verschiedene Bereiche des Stuhls individuell einstellen lassen. Dies betrifft unter anderem den Bein-, Sitz- und Rückenwinkel. Ein Lagerungsrollstuhl mit Schiebehilfe sorgt dafür, dass der Patient auch auf schwierigem Untergrund (zum Beispiel draußen) geschoben werden kann.

Beim Stehrollstuhl befindet sich der Körper in einer aufrechten Position. Gleichzeitig stützt der Rollstuhl die Person. Rollstühle zum Stehen haben bestimmte Vorteile. So ist bekannt, dass sie unter anderem die Verdauung und Atmung positiv beeinflussen. Durch das Stehen aktiviert sich zum Beispiel die Verdauung. Darüber hinaus trainiert der Stehrollstuhl auch die Muskulatur im Beckenbodenbereich. Zur Wiedererlangung der eigenen Kontinenz ist eine stabile Muskulatur in diesem Bereich wichtig.

Sanitätshaus M + L: Wir helfen Ihnen auch vor Ort!

Unser Sanitätshaus unterstützt Sie und Ihr Angehörigen bei der Verbesserung und Aufrechterhaltung der Mobilität im Krankheitsfall. Wir haben unter anderem Rollstühle und Elektromobile in verschiedenen Ausführungen parat. Daher finden Sie auch verschiedene Rollstühle, die für Menschen mit apallischem Syndrom geeignet sind. Gleiches gilt für verschiedenste Pflegehilfsmittel.

Unser Geschäft befindet sich in Ochtrup. Darüber hinaus beraten wir Sie und Ihre Angehörigen gerne direkt vor Ort. Unsere Experten kommen in einem Umkreis von rund 80 Kilometern auch zu Ihnen ins Münsterland oder Emsland. Nehmen Sie jetzt Kontakt mit uns auf!

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