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Apallisches Syndrom Hilfsmittel – Mobilität & Lebensqualität verbessern

Nach einer schweren Erkrankung wie dem Schlaganfall oder infolge eines Unfalls ist es möglich, dass Betroffene im Wachkoma liegen. In der Medizin wird dieser Zustand auch apallisches Syndrom genannt. Für Betroffene, die aufgrund des apallischen Syndroms stark in ihrer Eigenständigkeit, Wahrnehmung und Mobilität eingeschränkt sind, stehen verschiedene Hilfsmittel parat.

In diesem Beitrag möchten wir Sie über das Krankheitsbild und den Verlauf des apallischen Syndroms informieren. Darüber hinaus werfen wir einen intensiven Blick auf die Hilfsmittel, die allgemeine Lebensqualität und Mobilität verbessern können.

Was versteht man unter dem apallischen Syndrom?

Der Begriff apallisches Syndrom beschreibt eine neurologische Erkrankung, die durch die besonders schwere Schädigung des Gehirns entsteht. Deutschlandweit fallen rund 10.000 Menschen jährlich ins apallische Syndrom, welches umgangssprachlich auch Wachkoma genannt wird. Der Auslöser hierfür ist recht unterschiedlich.

Neben schweren Erkrankungen wie dem Schlaganfall spielen Unfälle eine wichtige Rolle. Alle Vorfälle haben gemein, dass sie eine schwere Schädigung des Gehirns verursachen. Dies geschieht unter anderem durch Traumata und/oder Sauerstoffmangel. Infolge eines sogenannten Schädel-Hirn-Traumas kommt es zu einem Ausfall des Großhirns und dessen Funktionalität.

Wie wirkt sich das Apallische Syndrom auf den Gesundheitszustand des Betroffenen aus?

Wachkomapatienten sind fortwährend auf die Hilfe und Unterstützung angewiesen. Betroffene wirken rein äußerlich wach, was vor allem daran liegt, dass beim apallischen Syndrom Hirnstamm, Rückenmark und Zwischenhirn weiterhin ein bestimmtes Maß an Funktionalität aufweisen.

Welche Dinge die Betroffenen überhaupt wahrnehmen ist bislang nicht eindeutig klar. Gleiches gilt für die Dauer des Wachkomas. Während bei einem Teil nach einigen Wochen oder Monaten das apallische Syndrom zurückgeht, verbleiben anderen Personen bis zu ihrem Lebensende in diesem Zustand.

Das apallische Syndrom hat weitreichende Auswirkungen auf weitere Funktionalitäten des menschlichen Körpers. Dies betrifft unter anderem die Verdauung. Betroffene haben weder die Kontrolle über den Stuhlgang noch über die Blasenentleerung. Die Inkontinenz kann durch geeignete Hilfsmittel beim apallischen Syndrom gesteuert werden.

Welche Hilfsmittel unterstützen Menschen, die am apallischen Syndrom erkrankt sind?

Die intensive Pflege ist beim Wachkoma unerlässlich. Pflegenden Personen stehen eine Reihe von Hilfsmitteln zur Verfügung. Hierzu zählen unter anderem Pflegehilfsmittel wie Bett- und Anti-Dekubitus-Systeme und Rollstühle.

Wie bei anderen Erkrankungen gibt es auch beim apallischen Syndrom verschiedene sog.  Remissionsphasen beziehungsweise Abstufungen. Für die Behandlung und den Einsatz von Hilfsmitteln ist die jeweilige Phase, in der sich der Patient befindet, von besonderer Bedeutung.

Phase Beschreibung
1 Akut-Stadium, in dem sich der Betroffene im Koma befindet.
2 Beginn des apallischen Syndroms. Der Patient kann seine Augen öffnen. Allerdings gibt es meistens keinerlei Wahrnehmung und sichtbare Reaktion. Darüber hinaus weist der Körper eine extreme Spannung bis hin zur Verkrampfung auf.
3 Wichtige Phase für den Patienten. Er beginnt in einem wachen Zustand die Umgebung wahrzunehmen.
4 Dem Betroffenen ist es noch nicht möglich zu sprechen. Gefühle können allerdings bereits zum Ausdruck gebracht werden. Darüber hinaus verbessern sich die motorischen Fähigkeiten, die in diesem Stadium trainiert werden sollten.
5 Der Patient tritt in ein für ihn sehr wichtiges Stadium über. Experten bezeichnen dieses Stadium auch als Klüver-Bucy-Syndrom. Personen erhalten deutlich stärker motorische Fähigkeiten zurück. Sie sind in der Lage, den eigenen Körper besser zu steuern. Auch auf der emotionalen Ebene machen Betroffene deutliche Fortschritte.
6 Nun verbessern sich die kognitiven und motorischen Fähigkeiten zusehends. Gleiches gilt für die Wahrnehmung unter anderem auch der eigenen Person. In diesem Stadium ist zu beobachten, dass die Fähigkeit zu sprechen einsetzt.
7 + 8 Die Phase sieben und acht können als Vorbereitung beziehungsweise Start in ein neues Leben nach dem apallischen Syndrom verstanden werden. Patienten haben meistens ihre Kontinenz zurückerlangt. Zudem verbessern sich die kognitiven und motorischen Fähigkeiten weiter.
Übergang Hat der Betroffene alle Phasen durchlaufen beginnt nun die Langzeitrehabilitation

 

Die Langzeitrehabilitation nach dem apallischen Syndrom erfolgt ebenfalls in Stufen. Ziel ist es, dass Patienten nach und nach in ein eigenständiges Leben übertreten können. Wie bei den Remissionsphasen kann auch in der Langzeitrehabilitation keine exakte Zeitangabe erfolgen. Vielmehr kommt es hier ebenfalls auf den Zustand des Patienten an. Hilfsmittel spielen bei dieser Rehabilitation gleichfalls eine wichtige Rolle.

Welche Rollstühle eignen sich beim apallischen Syndrom?

Rollstühle dienen beim apallischen Syndrom nicht nur als Mobilitätsunterstützung. Dies liegt unter anderem daran, dass Patienten mit dem apallischen Syndrom grundlegende Dinge neu erlernen müssen. Die Wahrnehmung spielt deshalb eine besonders wichtige Rolle. Personen mit apallischem Syndrom nutzen, je nachdem in welcher Phase sie sich befinden, unterschiedliche Rollstühle. Gute Beispiele sind der Lagerungs- und der Stehrollstuhl.

Der Lagerungsrollstuhl kommt beim Patienten mit apallischem Syndrom sehr häufig zum Einsatz. Ein wichtiges Merkmal der Variante ist es, dass sich verschiedene Bereiche des Stuhls individuell einstellen lassen. Dies betrifft unter anderem den Bein-, Sitz- und Rückenwinkel. Ein Lagerungsrollstuhl mit Schiebehilfe sorgt dafür, dass der Patient auch auf schwierigem Untergrund (zum Beispiel draußen) geschoben werden kann.

Beim Stehrollstuhl befindet sich der Körper in einer aufrechten Position. Gleichzeitig stützt der Rollstuhl die Person. Rollstühle zum Stehen haben bestimmte Vorteile. So ist bekannt, dass sie unter anderem die Verdauung und Atmung positiv beeinflussen. Durch das Stehen aktiviert sich zum Beispiel die Verdauung. Darüber hinaus trainiert der Stehrollstuhl auch die Muskulatur im Beckenbodenbereich. Zur Wiedererlangung der eigenen Kontinenz ist eine stabile Muskulatur in diesem Bereich wichtig.

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